Darf ich einen heimlichen Test durchführen?
Nein. Heimliche Abstammungstests sind in Deutschland strafbar. Wir können nur Aufträge bearbeiten, bei denen das Einverständnis aller Beteiligten bzw. des Sorgeberechtigen per Unterschrift nachgewiesen wird. Bei Minderjährigen muss ein Sorgeberechtigter zustimmen, z.B. der eingetragene Vater oder die Kindsmutter. Die Strafbarkeit heimlicher Tests in von Land zu Land unterschiedlich. Während z.B. Frankreich und die Schweiz ebenfalls strenge Gesetze erlassen haben, ist in Österreich der heimliche Test straffrei. Aus juristischer Sicht könnte ein Deutscher dennoch mit einem Ordnungsgeld belegt werden, selbst wenn er den heimlichen Test im Ausland durchführen lässt, sofern er von einer anderen Person angezeigt werden würde.
Ist
die Wahrscheinlichkeitszahl von der Art der Probe (Mundschleimhaut, Zahnbürste,
Haare etc.) abhängig?
Nein.
Die Vaterschafts-Wahrscheinlichkeit hängt ausschließlich von der Sequenz der DNA ab und diese ist in allen Körperzellen dieselbe. Bei
manchen Proben (z.B. Schnuller, Haare, Zigaretten) besteht jedoch die Gefahr der Verunreinigung durch
Fremd-DNA, auch sind nicht in allen Proben ausreichende DNA-Menge zu
finden. In solchen Fällen bitten wir die Kunden um neue Proben, welche kostenlose Zusendung neuer
Proben. Fehlerhafte Ergebnisse können aber dadurch nicht entstehen. Wir können
allerdings nicht prüfen, von welcher Person die Proben tatsächlich stammen. So
könnte z.B. eine Briefmarke von einer unbekannten Person aufgeklebt oder
abgeleckt worden sein (z.B.
Postbeamter). Die
DNA ist in allen Körperzellen gleich, deshalb können Sie auch unterschiedliches Probenmaterial
kombinieren (z.B. Blutprobe vom Vater, Mundschleimhaut vom Kind).
Wie
hoch ist die Aussage-Wahrscheinlichkeit der Vaterschaftsanalyse?
Die genaue
Wahrscheinlichkeit wird bei
jedem Test neu berechnet, da sie von der DNA der zu untersuchenden Personen abhängt.
Je nach Auftragsumfang testen wir unterschiedlich viele DNA-Marker (zwischen 16 und 40), was
dann zu
unterschiedlich hohen Genauigkeiten und Wahrscheinlichkeitswerten führt. Die
Wahrscheinlichkeitszahl einer Vaterschaft erfahren Sie im Gutachten.
Die berechnete Wahrscheinlichkeit liegt meist über 99,9 % im Falle eines
Nachweises, bzw. bei 100 %, wenn die Vaterschaft ausgeschlossen wird.
Wie
hoch ist die Datensicherheit?
Alle
anfallenden Daten werden bei uns streng vertraulich behandelt. Sie werden
weder von uns für andere Zwecke als den beauftragten Test eingesetzt, noch ohne
ausdrücklichen Auftrag an Dritte
weitergegeben. Die Analysen finden komplett in unserem hauseigenen Labor in
Regensburg statt. Ihre Proben verlassen unser Labor nicht mehr, und werden nach
Abschluss des Auftrags vernichtet. Ebenso werden Ihre Analysedaten ausschließlich auf
gesicherten Rechnern in gesicherten Räumen abgespeichert. Auf Wunsch können
wir Ihre Daten nach Abschluss des Tests löschen lassen, ansonsten gilt die gesetzliche Speicherungsfrist.
Wie
lange dauert die Durchführung des Tests?
Nach
Eingang der Proben und des unterschriebenen Vertrags beginnen wir mit
den Analysen. Diese benötigen - einschließlich Gutachtenerstellung - normalerweise ca. 10 Werktage. Anschließend bekommen Sie unmittelbar
Ihr Ergebnis per Post, E-Mail, Telefon oder Fax mitgeteilt, sofern die Zahlung vollständig vorliegt.
Die garantierte Lieferzeit beträgt 15 Werktage, je nach Auftragsumfang. Expressbestellungen
werden - je nach
Bestellumfang - innerhalb eines Tages, dreier oder fünf Werktagen
abgeschlossen. Bitte beachten Sie, daß das Ergebnis nur nach vollständiger Bezahlung herausgegeben wird.
Muss
die Mutter des Kindes mit untersucht werden?
Nein, dies ist
für private Tests nicht unbedingt erforderlich, jedoch wissenschaftlich sinnvoll. Ein Test unter Einbeziehung der
Kindsmutter erhöht die Aussage-Wahrscheinlichkeit ca. um das 100fache! Steht
die Kindsmutter nicht zur Verfügung, erreicht man auch mit einem Vater/Kind-Test
in aller Regel ausreichend genaue Ergebnisse. Bitte beachten Sie, dass die Analyse von Proben der Kindsmutter für gerichtliche Tests meist vorgeschrieben ist. Da heimliche Tests in Deutschland strafbar sind, die Mutter in den meisten Fällen also ihr Einverständnis geben muss, sollte es keine Schwierigkeit sein Proben der Mutter einzureichen.
Was
kostet eine Vaterschaftsanalyse?
Die Preise
entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Preislisten. Sie können diese jeweils links im
Menü für den jeweiligen Test abrufen.
Ab
welchem Alter kann bei einem Kind eine Vaterschaftsanalyse durchgeführt werden?
Für
unsere DNA-Analysen sind keine invasive Probenentnahmen (Blut o.ä.) notwendig.
Als Proben werden normalerweise
Abstriche der Mundschleimhaut verwendet. Auch Blut, Zahnbürsten, Kaugummis, Fingernägel
etc. können als Proben dienen. Mundschleimhautabstriche können schon direkt nach
der Geburt entnommen werden. Das Wohlbefinden des Kindes
wird durch die Entnahme nicht beeinträchtigt.
Pränatale Tests sind verboten.
Welche
Proben werden für die Analyse benötigt?
In
aller Regel werden Mundschleimhaut-Abstriche verwendet. Gegen Aufpreis
kann die Analyse auch mit Blut oder anderen sogenannten Sonderproben
oder forensischen Proben durchgeführt werden. Durch moderne Verfahren kann DNA aus
Zahnbürsten, Zigaretten, Kaugummis, Fingernägeln, Rasierapparaten, Taschentüchern, Schnullern,
Trinkgläsern uvm. isoliert werden. Derartige
Proben bergen aber immer die Gefahr einer Verunreinigung mit Fremd-DNA;
auch kann nicht immer eine ausreichende Menge an DNA isoliert werden. Wir raten deshalb im
Zweifelsfall vor Bestellung unsere telefonische Beratung in Anspruch zu nehmen. Bitte beachten Sie, dass eine heimliche Analyse strafbar ist; derartige Aufträge können von uns nicht bearbeitet werden.
Trifft
der Vaterschaftstest Aussagen über mögliche Erbkrankheiten?
Nein. Die
DNA-Abschnitte für Vaterschaftstests wurden so konzipiert, dass keine (krankheitsrelevanten)
Gene analysiert werden. Der Test macht also auch für Fachleute keine Aussagen darüber, ob
die Testpersonen
Erbkrankheiten tragen oder gar an Krankheiten leiden. Einzige Ausnahme sind Trisomien; derartige Krankheiten sind jedoch in aller Regel bereits vor Durchführung eines Vaterschaftstests bekannt.
Können
auch andere Fragen nach Verwandtschaftsgrad geklärt werden, z.B. zwischen
Geschwistern?
Ja.
So kann z.B. die Frage, ob Zwillinge eineiig oder zweieiig sind, eindeutig
geklärt werden. Viele weitere Konstellationen (z.B. Großelternschaften, Geschwistertest,
Mutterschaften etc.) lassen sich ebenfalls durch unsere genetischen
Methoden eindeutig klären. Rufen Sie hierzu einfach links im Menü den Punkt
"Verwandtschaftsanalysen" ab oder wenden Sie sich per E-Mail oder
Telefon direkt an uns.
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